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Schule, Sozialisation, Streetschooling,
Homeschooling und Unschooling
So wie sich manche Väter über die PS-stärksten Autos oder die besten Fußballer
unterhalten, so unterhalten sich ihre Söhne und Töchter zunehmend über eine
Sache: "Wo lernst Du denn? "
Sich selber bilden (André und Bertrand Stern) scheint sich zu verlieren -, aber
die Frage, wem man es erlaubt (und ob man sich es selbst erlaubt), sich zu
bilden, ist aktueller denn je. Dabei hat der Staat ausgesorgt, weil er versagt
hat. Einen halbwegs freien Bildungsmarkt gibt es nur für Erwachsene und so ist
die Frage „Wo lernst Du denn?“ nicht nur eine Frage nicht vorhandener
Bildungsmarken, sondern eine Frage der Altersdiskriminierung: von Staats wegen
haben sich Heranwachsende eben an staatlichen Schulen zu orientieren .
Nicht nur das: Sie haben sich dort auch aufzuhalten. So
jedenfalls der gemeine Befehl, der Schulpflicht heißt und mittels
Schulzwang
durchgesetzt wird. Höchstrichterlich abgesegnet von den Richtern, die die
Parteien zum Rechtsprechen bestimmt haben. Befehlswirtschaft par excellance.
Und Staatsversagen aufgrund dessen. Leider. Es leiden die, denen man Gutes
zu tun bloß vorgibt.
Die betrogene Generation, die Roland Baader
schildert, ist die zwangsbeschulte Generation.
Was also leistet der Status Quo an Sozialisation?
Keine Frage: Schule verursacht Sozialisation. Doch sehr häufig eine
negative, die nach "unten" zieht. Das kann auch gar nicht anders sein, da
ein "oben" gar nicht mehr akzeptiert wird. Erziehung an vielen Schulen läuft
doch auf pauschale Verurteilung von Eltern und Autoritäten hinaus. So geht
das seit Jahrzehnten. Und so bleibt dann nur noch die gleichaltrige
Peer-Group als der Sumpf, in dem man selber steckt - und vielleicht gar
nicht stecken möchte. Der ist ja auch unnatürlich. Die Kinder werden ja aus
dem Leben herausgenommen. Und das unter Gewaltandrohung. Was ist das für
eine "Sozialisation", in der der Staat, der vorgibt, „wir alle zu sein“,
Gewalt anwenden muß? Nicht Autorität, sondern Zwangsandrohungen und tätliche
Gewalt. Es sollen doch bitte die, die behaupten, Schule könne einen
positiven Beitrag zu Sozialisation beitragen, erst einmal den Beweis führen, daß das, was sie als Sozialisation verstehen überhaupt gut ist, und daß dieses Gute durch Zwangsbeschulung überhaupt erreicht werden kann, und daß dies die einzige Möglichkeit sei, dies zu erreichen, weshalb die anderen
Möglichkeiten ausgeschlossen bleiben müssen.
Wenn mir jemand diesen Beweis bringt - und dies nicht nur einfach behauptet -, dann schauen wir einmal weiter. Auf dem Weg dahin, da
bin ich mir sicher, ist er längst argumentativ untergegangen. Denn so ist es
ja nicht.
Für freies Lernen spricht dann, daß es folgende Vorteile bietet: -
natürlich in familiärer und sozialer Umgebung -
freiwillig und interessengeleitet -
im gewohnten und vertrauten Umfeld als Basis für kontinuierliche
Horizonterweiterung -
im Angesicht natürlicher und lebensbewährter Autoritäten und Vorbilder -
umfassend, nicht nur auf Angebote schulischer Methoden und fremdbestimmte
Lehrer beschränkt -
weltweites Lernen, nicht auf staatliches und nationales Gusto beschränkt -
gewaltlos und friedlich ohne staatlichen Zwang -
die Freiheit freier Wahl
Sehr schnell wird sich zeigen, daß viele unter "Sozialisation" kein
organisches Einordnen im Rahmen eines beidseitig-gewinnbringenden
Interessensaustausches (Praxeologie, Markt) verstehen, sondern ein
Unterordnen unter gewalttätige Autoritäten (staatliches Gewaltmonopol,
Schulzwang, Peer-Group-Führer, psychologisch-gruppendynamische
Warenplazierungen), welche gemeinhin ja sogar als demokratisch legitimiert
angesehen werden. Da zeigt dann die vermeintlich so tolle Sozialisation ihre
wahre Fratze. Und nein: man muß sich nicht unterordnen, das gehört eben
nicht dazu. Man kann und darf seine Vorbilder und Autoritäten selber finden.
Ich bejahe, daß es Unterschiede gibt und sinnvolle Nachfolge. Eine
erzwungene Autorität ist aber keine, sie ist bloß Gewalt - und sei es die
durch die demokratischen Mehrheiten gekaperte Staatsgewalt.
Zur Fundamentalismus-Debatte:
Hier stellt sich ganz allgemein die Frage, was tun, wenn Freiheit unheilvoll
(für andere) gebraucht wird. An die Adresse von Politikern gewendet, bin ich
allerdings schnell fertig, denn ich habe nicht die Fundamentalisten ins Land
gelassen und das Versagen von staatlichem Schutz möchte ich nicht auch noch
dadurch ausbaden, daß nun meine Freiheit weiter beschränkt wird: Wenn die
ein Problem mit Fundamentalisten haben, dann sollen die das lösen und eben
zur Not ein Gesetz erlassen, daß Fundamentalisten Homeschooling und
Privatschulen verbietet, aber doch nicht gleich allen. Man verbietet ja auch
nicht allen das Autofahren und beschränkt das infolge auf
staatlich-bedienstete Chauffeure, sondern führt eine Punktekartei und zieht
so wiederholt grob fahrlässige Verkehrssünder aus dem Verkehr. Recht so.
Hier aber geht es immerhin um Leben und Tod, während Bildung ja sowieso
stattfindet.
Der Begriff Fundamentalismus ist als Problembeschreibung ohnehin ungeeignet.
Solange sich Menschen ans Recht halten (sich im wesentlichen also auf ihr
Eigentum beschränken und andere in Ruhe lassen und nur friedlich
kooperieren) gibt es kein grundsätzliches Problem: hier gilt es schlichtweg
tolerant zu sein und nicht gleich nach der Polizei zu rufen, wenn einem
etwas nicht gefällt.
In der Eltern-Kind-Beziehung stellt sich natürlich die Frage,
ob die Kinder vielleicht Eigentum ihrer Eltern sind. Das verneine ich. Kinder
sind ihren Eltern ganz natürlich zugehörig - und umgekehrt. Die Eltern sind auch
Vormünder im Sinne einer kindgerecht zu leistenden Antizipation. Sie sind auch
Beschützer der Kinder, auch und oft eben Beschützer der Freiheit ihrer Kinder.
Eltern sind nicht mehr frei, sondern an das Wohl ihrer Kinder gebunden. Und
Kinder sind genauso Menschen.
Das Hauptproblem, welches wir im modernen Staatsverständnis haben, ist, daß wir
eine Hierarchie vermuten, als wenn der "Staat" gottgleicher Vater und Mutter der
Erwachsenen wäre. Die Erwachsenen sind aber weder unmündig und der "Staat" ist
auch nicht klüger und mächtiger als die Erwachsenen, denn der "Staat" sind auch
nur andere Leute, bloß Erwachsene, die nichts schaffen können, was nicht von
ihren Untertanen kommt. Um es deutlich zu sagen: Ein "Staat" schafft niemals
Mehrwert, tatsächlich schützt er nicht einmal die Untertanen, sondern besteuert
und gängelt diese, greift diese also permanent und gesetzmäßig an. Und nicht
zuletzt: Staaten verschleißen und töten ihre Bevölkerung in Kriegen, statt sie
vor Kriegen zu schützen. Hier liegt ein fundamentales Problem, welches den Staat
nicht einmal befähigt - obwohl das eine Idee sein mag - Kinder vor unheilvollen
Eltern zu beschützen. Im Gegenteil richten die Leute vom Staat noch unnötiges
Unheil in problematischen und unproblematischen Familien an.
Statistisch gesehen beträgt das Staatsversagen ein
vielfaches von Elternversagen. Eltern sind also nicht durch Staat zu
substituieren; dies ist theoretisch und praktisch klar belegbar. Mithin kann der
Staat auch nicht vor "Fundamentalismus" schützen, zumindest nicht, ohne woanders
verheerend zu wirken - und dafür ist der Schulzwang probates
Anschauungsmaterial.
Denn durch das zwangsbewehrte staatliche Monopol auf die Heranwachsendenbildung,
welches zeitlich noch weiter ausgeweitet werden soll, wird schon jetzt ungeheuer
viel Gutes und Besseres verhindert, vergleichbar dem staatlich monopolisierten
Automobilbau in der DDR. Es werden tatsächlich in Freiheit keine schlechten
Autos produziert, selbst die einfachsten übertreffen
das DDR-Einheitsmodell des staatlichen Monopols.
So wird es auch bei freier Bildung sein: Unfälle wird es nach wie vor geben (die
der Staat auch nicht verhindert, sondern sogar produziert (!), da er auf
unwahrer Basis arbeitet), aber das grundsätzliche, ja selbst das minimale Niveau
wird steigen: die berühmte Schere, die auseinandergeht, geht nach oben auf - und
zwar beide Klingen (!), wenn auch unterschiedlich stark. Es wird also weniger
Probleme (auch weniger "fundamentalistische") geben und mehr und bessere Bildung
für jeden.
Wie man nun verbleibenden Fundamentalisten und den dadurch bedrohten Kindern
gerecht wird? Das ist eine Frage, die immer noch im Raum steht - und die ich an
die Protagonisten staatlicher Eingriffe zurückgebe: wie verbessert ihr denn die
Lage solcher Kinder? In dem ihr ihnen die natürlichen Eltern wegnehmt? In dem er
sie gewaltsam in eure Schulen zwingt, durch und in staatliche Indoktrination?
Wer trägt die Kosten für Eure Maßnahmen? Wer die Konsequenzen, wenn alles
dadurch noch schlimmer wird? Die Leute, die staatliche Maßnahmen anordnen,
jedenfalls nicht - und schon deshalb sind sie dazu nicht berufen. Bestmögliche
Antizipation setzt schon im normalen Leben
Verantwortung und Freiheit voraus, bei Eltern kommt regelmäßig noch die Liebe
dazu. Sie sind nun einmal die natürlich Berufenen: wenn sie versagen, hilft
nichts, sondern es kann nur noch um Schadensbegrenzung gehen, vielleicht durch
die näheren Verwandten, die Sippe, die aber allesamt auch in ihrer kulturellen
Tradition stehen. Und so ist der Fundamentalismus-Vorwurf auch der Vorwurf von
Überheblichen und Selbstgerechten an eine andere Kultur und als solcher
grundsätzlich zurückzuweisen. Kinder haben nicht das Recht in der "überlegenen"
deutschen oder westlichen Kultur aufzuwachsen, sie haben auch nicht die Pflicht,
sich zu assimilieren. Sowenig wie die Staatler das Recht haben, den Bürgern
Nachbarn aufs Auge zu drücken, die diese nie frei wählen würden. Einmal mehr
also ist die falsche Vorstellung staatlicher Rechtfertigung Grund eines Übels,
daß - wie soll es anders sein - am Ende wieder seine Untertanen, die sich als
Bürger wähnen, aber Bürgen sind, die Fehler der Regierenden ausbaden dürfen. (So
werden die Bürger für die vorgebliche "Finanzkrise" über Geldentwertung und
Steuern schlichtweg zahlen.)
Wir sollten also den Regierenden nicht auch noch erlauben, auf ihre untaugliche
Art das "Fundamentalismus-Problem" anzugehen. Ganz grundsätzlich müssen wir
akzeptieren, daß die Welt nicht vollkommen und nicht heil ist. Und wir dürfen
nicht glauben - und es gibt auch keinen empirischen Beleg dafür -, daß wir das
mit Gewalt ändern können. Auch nicht mittels der Staatsgewalt,
um deren Mißbrauch die Parteien wettbewerben.
Es bedarf kluger und geeigneter Ideen, um Verbesserungen zu erreichen und
Schäden zu vermeiden. Die besten und wichtigsten Voraussetzungen dafür sind
Verantwortungsübernahme und Freiheit. Und so darf mit Recht angenommen werde,
daß Bildungsfreiheit befähigt und der richtige Weg ist, so daß auch hier weniger
Probleme auftauchen und mehr gelöst werden. Der Markt ist schon immer ein
hervorragender Problemlöser gewesen, Gewalt immer schon ein Problemauslöser.
Von Eltern wird heute verlangt, daß sie ohne Schläge erziehen. Die, die diese
Forderung erheben und per Gesetz gewaltsam durchzusetzen trachten, mögen sich
bitte an die eigene Nase fassen: auch ihnen stünde ein Gewaltverzicht besser an
als der
Schulzwang. Dies wäre besser für die Kinder,
die Eltern, die Familien und die Gesellschaft,
die ja durch diese erst gebildet wird. Dazu
gehört auch die Wirklichkeit von Kultur, die als "Gestern im Heute" tragfähig
ist, und zum Handeln überhaupt erst befähigt. Auch zum spontanen Tun. Familie
aber ist mehr als Kultur, sie ist die natürliche Keimzelle des
Einzelnen und damit auch des Neuen. Der Weg
führt über die Vertrautheit zum Neuen als ein dauernder Fortschritt.
Übertriebener Fundamentalismus ist Reaktion auf unnatürlich verfrühte
Entfremdung und künstliche Verfremdung. Bei einem Leben aus und in den
natürlichen Grundlagen -auch des Lernens -, bleiben solche Reaktionen aus. Die
zu frühe und nicht kindgerechte fremdnützige Fremdbetreuung, staatliche
Eingriffe und die weitere zeitliche Ausdehnung von zwangweiser
Freiheitsberaubung durch Beschulung (die ja einseitig sein muß und unbestreitbar
örtlich beschränkt ist) führen genau in die falsche Richtung und werden deshalb
auch mit politischer Gewalt durchgesetzt.
Status Quo und Aussicht
Wirtschaft und Medien sind in einem staatlichen Monopolbetrieb gefangen. Sie
sind dort nur Handlanger und wähnen sich allenfalls als billige Nutznießer. Aber
auch hier werden durch die falsche Fahrtrichtung unnötige Probleme geschaffen
und viele Chancen vertan. Welchen Wert hat wirtschaftliche Freiheit ohne
Bildungsfreiheit? Wer vom Staat jahrein jahraus gebildet und geprägt wird, hat
es sehr viel schwerer, geistig frei zu bleiben (physisch ist er es durch den
Schulanwesenheitszwang nicht!) und in den Kategorien freien und erfolgreichen
nutz- und gewinnbringenden Wirtschaftens zu denken und zu handeln und
fortzuschreiten. (Der homo oeconomicus der praxeologischen Österreichischen
Schule der Ökonomie ist nicht der
homo calculator der staatlich-neoliberalen Leuteschinder und
kapitalistischen Monetaristen!)
Die herrschende Klasse in Politik, Wirtschaft und Medien mag es bequemer und
interessant finden, Untertanen zu prägen, die machen, was man ihnen sagt. Aber
genau das ist der Beton, der nur scheinbar zementiert, der allmählich über- oder
untersauert, weil Eigenständigkeit, persönliche Verantwortungsbereitschaft und
eben die alles entscheidende Freiheit fehlt. Und zu mehr Bildungsfreiheit gehört
Wahlfreiheit, Freiheit zu wählen zwischen schulischer und nichtschulischer
Bildung, zwischen verschiedensten Bildungsanbietern weltweit, ganz
selbstverständlich auch das im Ausland bewährte Home- und Unschooling. Das
gewaltsam und zwangsbewehrte staatlich verweste (im doppelten Wortsinn, leider –
aber so ist es halt ) und monopolisierte Bildungssystem Deutschland hat dieses
grundsätzliche Problem: es verschleißt gute Lehrer, teure Verwaltungskräfte und
viel zu viele Kinder. Es kostet Eltern, Kinder und auch die Gesellschaft viel
Geld und Zeit und liefert nicht einmal mittelmäßige Ergebnisse. Und das liegt
schlichtweg nicht an den Akteuren dieses Systems, sondern daran, daß dort, wo es
nur ein System gibt, wo Monopole staatlich sanktioniert sind, immer und
ausnahmslose Probleme der Fehlallokation, mangelnder Effizienz und nachlassender
Leistung bestehen. Selbst das nackte Verstehen leidet. Auch mit den schönsten
Papiergesetzen und auch nicht via Staat kann man Naturgesetze und praxeologische
Gesetzmäßigkeiten außer Kraft setzen. Solche Gesetze werden nur überwunden, in
dem man sie berücksichtigt und nutzt. Die Schwerkraft konnte überwunden werden,
als man lernte, die Gesetze der Aerodynamik zu nutzen. Und so können auch wir
lernen, menschengerecht und nicht ideologisch-gewaltsam, Fortschritte zu
erreichen und Erkenntnisse zu erlangen. Wo das nicht gelingt, ja nicht einmal
versucht werden darf, dreht man sich immer weiter im Kreis, der zudem immer
enger zu werden droht, bis am Ende nichts mehr geht.
Aus diesem fatalen Zustand können wir uns nur befreien, wenn wir aus den
gleichförmigen Bewegungen ausbrechen, der eine in die eine, der andere in eine
andere Richtung, selbst für sich verantwortlich und mitgehend seine darob
befragten und mitentscheidenden Kinder. Ohne einen Wettbewerb an Ideen, ohne
eine Wahl verschiedenster Möglichkeiten geht das nicht. Hierin liegt die Chance
von Bildungsfreiheit, ohne die - früher oder später - alles verrotten muß.
Zentralplanwirtschaft hat noch nie irgendwo auch nur halbwegs dauerhaft
funktioniert und dies ist auch in Sachen Bildung nicht anders. Noch bekämpfen
die Protagonisten des monopolisierten Bildungssystems die Ausbrecher in eine
bessere Freiheit. Aber auch die Zukunft der unterdrückten Kinder dieser
Protagonisten des Unrechts und Zwangs liegt in einer kommenden Bildungsfreiheit.
Schon bald werden die Streiter für den Status Quo um so wilder werden, wie sie
auf verlorenem Posten stehen. Und dann werden sie umkehren, weil sie ihre Kinder
lieben. Wenn sie welche haben.
Schon bald werden die noch verfolgten
Opfer willkürlicher Zwangsbeschulung und staatlicher Zwangsmaßnahmen
das bestehende System ausgestanden haben und den Weg frei gemacht haben für mehr
Bildungsfreiheit, für mehr Chancen, bessere Qualität und eine menschlichere
Zukunft. So erstaunlich das klingt, angesichts noch nie in diesem Umfang
dagewesener Paternalisierung und Bevormundung, so ist doch die Freiheit so
wesentlich für den Menschen und sein Zusammenleben, als daß sie nicht völlig
verdrängt werden kann. Kein noch so raffiniertes Werk der Unterdrückung vermag
ihr auf Dauer zu widerstehen. Ohne die Freiheit kann der Mensch nicht Mensch
sein. Er wurde in Freiheit geschaffen und zur Freiheit berufen, die Freiheit ist
so wesentlich für die Existenz des Menschen, daß selbst die menschliche
Wirklichkeit von Verfehlung und Sünde in Kauf genommen wurde. Freiheit ist die
große Bestimmung des Menschen, ohne die er nicht sein kann. Die Freiheit, sich
zu bilden, ist daher grundlegend. Konstruktivistische Zivilisationen haben
ebensowenig Bestand wie konstruktivistische Bildungspläne. Bildungsfreiheit ist
daher wesentlich für die Konstitution von Zivilisation. Es ist kein Zufall,
sondern hängt genau damit zusammen, daß die fehlende Bildungsfreiheit unsere
Zivilisation zurückgeworfen hat und noch zurückwirft. Das kriegerische und
mörderische staatssozialistische 20. Jahrhundert war das Jahrhundert der
Generalbeschulung der Jugend. So geht das nicht weiter. Das 21. Jahrhundert wird
sich öffnen und die Menschen werden Bildungsfreiheit schaffen, zulassen,
genießen und davon vielfältig profitieren.
Überarbeitete Zweitveröffentlichung
meines
Artikels auf
www.liberty.li/www.bildungsfreiheit.org vom 30.03.2008.
/co freiheitssplitter.de
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